Gletscher, Fjorde, Weingärten und endlose Bergpanoramen – sechs Wochen für die Reise, die alles verändert.
Sechs Wochen. Wenn du so viel Zeit für Neuseelands Südinsel hast, dann darfst du dich glücklich schätzen – denn das ist genug Zeit, um diese Insel wirklich zu verstehen. Nicht nur abzuhaken, nicht nur die Instagram-Spots abzuklappern, sondern wirklich einzutauchen: in die Stille der Fjorde, die Wildheit der Westküste, die sanfte Schönheit der Canterbury Plains und die majestätische Energie Queenslands.
Ich war selbst auf diesem Abenteuer in diesem Jahr. Was folgt, ist kein Reiseführer – es ist ein persönlicher Fahrplan für sechs der intensivsten, schönsten und unvergesslichsten Wochen meines Lebens.
Überblick: 6 Wochen auf der Südinsel
| Woche |
Region |
Highlights |
| 1 |
Marlborough & Nelson |
Marlborough Sounds, Abel Tasman NP, Weinroute |
| 2 |
Westküste Nord |
Pancake Rocks, Fox & Franz Josef Gletscher |
| 3 |
Westküste Süd & Fjordland |
Haast Pass, Milford Sound, Doubtful Sound |
| 4 |
Queenstown & Surroundings |
Abenteuer, Wein, Mt. Aspiring NP |
| 5 |
Central Otago & Dunedin |
Goldgräber-Geschichte, Pinguine, Otago Peninsula |
| 6 |
Canterbury & Rückreise |
Mt. Cook, Akaroa, Christchurch |
Startpunkt: Christchurch oder Picton (Fähre von Wellington)
Fahrzeug: Campervan (meine klare Empfehlung) oder Mietwagen + Hostels/Hotels
Budget: 100–200 NZD pro Person/Tag (je nach Reisestil)
Woche 1: Marlborough & Nelson – Willkommen in der Südinsel
Ankunft: Picton und die Marlborough Sounds
Die erste Begegnung mit der Südinsel ist fast unwirklich schön. Die Interislander-Fähre von Wellington gleitet durch die Marlborough Sounds – ein verwunschenes Labyrinth aus ertrunken wirkenden Hügeln, smaragdgrünem Wasser und kleinen Buchten, die man nur per Boot erreicht.
Nimm dir einen Tag für die Sounds. Die beste Art, sie zu erkunden: der Queen Charlotte Track. Du musst nicht die gesamten 70 Kilometer wandern – eine Eintagestour von Ship Cove nach Furneaux Lodge (mit dem Boot zurück) ist perfekt und unvergesslich.
Übernachtung: Picton oder auf einer der kleinen Lodges direkt am Wasser der Sounds.
Marlborough Weinen – Weltklasse in Flaschen
Das Marlborough-Tal ist das Herzstück der neuseeländischen Weinproduktion – und der weltbeste Sauvignon Blanc kommt von hier. Verbringe einen halben Tag mit Weintouren:
- Cloudy Bay Winery: Das bekannteste Weingut, touristisch, aber gut
- Fromm Winery: Klein, persönlich, außergewöhnliche Pinot Noirs
- Dog Point Vineyard: Biodynamisch, wunderschöne Lage
Tipp: Miete Fahrräder für die Weinroute. Die flache Landschaft ist ideal, und du musst nicht ans Fahren denken.
Nelson: Die sonnigste Stadt Neuseelands
Nelson hat mehr Sonnentage als jede andere neuseeländische Stadt – und man merkt es. Die Stadt strahlt eine entspannte Kreativenergie aus: Kunstgalerien, Töpfereien, exzellente Cafés und ein entspanntes Stadtleben.
Nicht verpassen:
- Nelson Markt (samstags): Frisches Obst, lokale Kunsthandwerker, Street Food – das beste Bild des neuseeländischen Alltags
- Trafalgar Street: Die Haupteinkaufsstraße mit Cafés und Boutiquen
- The Suter Art Gallery: Neuseeländische Kunst in einem wunderschönen alten Gebäude
Abel Tasman Nationalpark: Das Paradies im Norden
Drei Tage solltest du unbedingt im Abel Tasman Nationalpark verbringen – Neuseelands kleinster, aber vielleicht schönster Nationalpark. Goldgelbe Sandstrände, türkisfarbenes Wasser, Seehunde, Robben und ein Küstenweg, der zu den schönsten der Welt gehört.
Optionen:
- Abel Tasman Coast Track (Mehrtageswanderung): Übernachte in Huts oder am Strand im Zelt – traumhaft, muss weit im Voraus gebucht werden
- Kayak-Tour: Paddle entlang der Küste, schau Robben beim Sonnenbaden zu, lande auf menschenleeren Stränden
- Water Taxi + Tageswanderung: Die beste Option für Zeitknappes – fahre mit dem Wassertaxi in den Park und wandere einen Abschnitt zurück
Unterkunft in der Gegend: Marahau oder Takaka
Woche 2: Die Westküste – Wild, einsam und magisch
Westport und Punakaiki: Pancake Rocks
Die Fahrt von Nelson über den Lewis Pass an die Westküste ist bereits ein Erlebnis. Die Westküste ist Neuseelands wildeste, einsamste Region – hier wohnen mehr Possum als Menschen (buchstäblich), und die Natur regiert unangefochten.
Erstes Highlight: Die Pancake Rocks bei Punakaiki. Bizarre, schichtartige Kalksteinfelsen, die aussehen wie riesige Pfannkuchenstapel, ragen aus dem brodelnden Pazifik. Bei Flut schießen Fontänen durch natürliche Geysire in die Luft. Der Rundweg dauert nur 30 Minuten – aber die Bilder bleiben ein Leben lang.
Hokitika: Pounamu – Maori-Jade und goldene Vergangenheit
Hokitika ist eine der sympathischsten Kleinstädte der Südinsel. Im 19. Jahrhundert war sie Goldgräberstadt, heute lebt sie vom Tourismus und vor allem von einer Sache: Pounamu (Greenstone/Jade).
- Hokitika Gorge: Einer der unglaublichsten Orte Neuseelands – milchig türkisfarbenes Wasser in einer engen Schlucht, umgeben von Urwald. Die Farbe des Wassers schimmert von Türkis zu Smaragd und wieder zurück. Pflicht.
- Handwerkliche Jade-Werkstätten: Schau zu, wie Künstler traditionellen Maori-Schmuck aus rohem Pounamu schaffen
- Hokitika Beach Sundowner: Der Strand richtet nach Westen – der Sonnenuntergang über dem Tasman Sea ist regelmäßig atemberaubend
Franz Josef und Fox Gletscher: Eis in der Urwelt
Das absolute Highlight der Westküste und eines der faszinierendsten Naturphänomene der Welt: Gletscher, die bis auf wenige Kilometer ans Meer hinunterreichen, umgeben von Regenwald.
Franz Josef Glacier:
- Valley Walk: Ein kostenloser 1-stündiger Spaziergang bis an den Gletscherfuß – auch ohne Führung machbar
- Heli-Hike: Das Erlebnis der Südinsel. Per Helikopter wirst du auf den Gletscher geflogen und wanderst 3 Stunden durch Eistäler, Gletscherspalten und Eishöhlen. Preis: ca. 450 NZD – jeden Cent wert.
- Lake Wombat Track: Ein kurzer Waldweg mit perfekter Spiegelung des Gletschers im See
Wichtig: Beide Gletscher schmelzen dramatisch schnell – sie sind heute deutlich kleiner als noch vor zehn Jahren. Die Heli-Hikes sind im Moment noch möglich, aber die Situation ändert sich jährlich. Buche weit im Voraus.
Fox Glacier ist ruhiger als Franz Josef und von manchen Reisenden bevorzugt. Der Lake Matheson direkt nebenan bietet bei ruhigem Wetter das legendäre „Mirror Lake“-Spiegelbild der Südlichen Alpen – eines der ikonischsten Bilder Neuseelands. Bestes Licht: früh morgens oder kurz vor Sonnenuntergang.
Woche 3: Fjordland – Die Seele der Erde
Haast Pass: Die wildeste Straße der Südinsel
Der Haast Pass verbindet die Westküste mit dem Landesinneren und gehört zu meinen liebsten Fahrten auf der gesamten Südinsel. Der State Highway 6 schlängelt sich durch dramatische Schluchten, vorbei an tosenden Wasserfällen, über Brücken über türkisfarbene Flüsse.
Stopps entlang des Haast Pass:
- Thunder Creek Falls: Ein 96-Meter-Wasserfall, der direkt neben der Straße aus dem Berg schießt
- Gates of Haast Bridge: Eine alte Einspurbücke über einen Wildfluss – fotogen und etwas furchteinflößend
- Blue Pools: Eine kurze Wanderung führt zu glasklaren, blauen Naturbecken zum Schwimmen
Wanaka: Der unterschätzte Cousin Queenslands
Wanaka liegt auf dem Weg nach Queenstown und verdient mehr als einen Kurzbesuch. Entspannter als sein berühmter Bruder, aber ebenso atemberaubend:
- Roy’s Peak Track: Die berühmteste Wanderung der Region – sechs Stunden, 1.300 Höhenmeter, dafür eine der besten Aussichten der gesamten Südinsel. Früh starten!
- Roys Bay und der „That Wanaka Tree“: Der einsame Baum, der im Ufer-Wasser steht, ist eines der meistfotografierten Motive Neuseelands
- Puzzling World: Kitschig, aber erstaunlich clever – ein Labyrinth und Illusionsmuseum, das unerwartet Spaß macht
Milford Sound: Ein Ort, der die Sprache verschlägt
Keine Beschreibung der Südinsel wäre vollständig ohne Milford Sound. Und ich werde ehrlich mit dir sein: Fotos bereiten dich nicht vor. Nicht wirklich.
Senkrechte schwarze Granitfelsen, 1.200 Meter hoch. Silberne Wasserfälle, die aus dem Nichts herausschießen. Ein Fjord, so glatt und dunkel wie ein Spiegel. Und über allem: Stille, die sich schwer ist.
Wie du dorthin kommst:
- Milford Road (SH94): Die Fahrt von Te Anau ist selbst schon ein Höhepunkt – die Homer Tunnel, das Tal der Wasserfälle, die Fiordland-Landschaft. Plane 2 Stunden für die 120 km.
- Großartig zu Fuß: Der Milford Track ist einer der berühmtesten Wanderwege der Welt (4 Tage, muss Monate im Voraus gebucht werden)
Was tun in Milford Sound:
- Bootstour (2 Stunden): Das Minimum. Fährt hinaus zum offenen Meer und zurück – Wasserfälle, Seehunde, Pinguine, Delfine sind häufige Begleiter
- Kajaktour: Das Erlebnis auf Augenhöhe des Wassers ist unvergesslich
- Übernachtung auf dem Fjord: Das Milford Sound Lodge ermöglicht dir Morgengrauen über dem Wasser – ein Traum
Geheimtipp Doubtful Sound: Doubtful Sound ist dreimal größer als Milford, dreimal ruhiger und dreimal wilder. Die Anreise ist aufwändiger (Schiff + Bus + Schiff), aber wer Zeit hat: Doubtful Sound ist der tiefgründigere, intimere Fjord. Plane eine Übernacht-Kreuzfahrt ein – du wirst es nie bereuen.
Woche 4: Queenstown – Das Epizentrum des Abenteuers
Queenstown ist eine Stadt, die nicht zur Entspannung gebaut wurde. Sie wurde für Adrenalin gebaut. Aber das ist nur die halbe Wahrheit.
Ja, hier wird Bungee-Jumping erfunden. Ja, hier kann man Skydiving, Jetboating, Whitewater Rafting und alles andere machen, was den Herzschlag verdoppelt. Aber Queenstown ist auch ein Weingebiet von Weltrang, ein Wanderparadies und eine Stadt mit echtem Charme.
Die Abenteuer-Liste
- Bungy Jumping at AJ Hackett Kawarau Bridge: Der Originalsprung. 43 Meter. Historisch, emotional, unvergesslich. (ca. 200 NZD)
- Nevis Bungy: 134 Meter – der höchste in Neuseeland. Für die ganz Mutigen. (ca. 275 NZD)
- Shotover Jet: Jetboat durch den Shotover Canyon mit 90 km/h, zentimeterweise an Felsen vorbei. (ca. 149 NZD)
- Skydiving: Aus 15.000 Fuß über dem Wakatipu-See springen. Die Aussicht ist fantastisch, auch wenn man sie kaum genießt. (ca. 299 NZD)
- The Remarkables Skigebiet: Im Winter eines der besten Skigebiete der südlichen Hemisphäre
Wandern rund um Queenstown
Für Ruhesuchende:
- Ben Lomond Track: 7-8 Stunden, 1.748 m Gipfel, epischer Blick auf Queenstown und den Wakatipu-See
- Queenstown Hill: 2 Stunden, perfekte Aussicht für wenig Aufwand
- Routeburn Track: Einer von Neuseelands „Great Walks“ – 32 km, 2-3 Tage, spektakuläre Fiordland-Landschaft
Central Otago Weine
Queenstown ist von Weinregionen umgeben, und Central Otago produziert den vielleicht besten Pinot Noir der Welt. Die Kombination aus extremem Kontinentalklima, Schiefer-Böden und großer Tagesthermik schafft Weine, die nirgendwo anders entstehen können.
Weingüter nicht verpassen:
- Amisfield Winery: Schönes Gebäude, exzellente Weine, hervorragendes Restaurant
- Gibbston Valley Winery: Im historischen Gorge-Gebiet, mit einer Weinhöhle zum Erkunden
- Mt. Difficulty: Spektakuläre Lage über Cromwell mit Panoramablick
Woche 5: Dunedin & Otago Peninsula – Wildnis und Geschichte
Dunedin: Die schottischste Stadt der Welt
Dunedin ist eine Überraschung – und das im besten Sinne. Viktorianische Architektur, eine lebendige Universitätsatmosphäre, erstklassige Cafés und eine Tierwelt, die weltweit einzigartig ist.
- Otago Museum: Eines der besten Museen Neuseelands, besonders die Maori-Sammlung
- Olveston Historic Home: Ein perfekt erhaltenes Edwardian-Herrenhaus aus dem frühen 20. Jahrhundert – ein Zeitreise-Erlebnis
- Baldwin Street: Die offiziell steilste Wohnstraße der Welt (35° Steigung) – kurioser Pflicht-Stopp
- Speights Brewery Tour: Dunedin ist stolz auf sein Bier – die Brauerei-Tour inklusive Verkostung ist unterhaltsam
Otago Peninsula: Wo die Wildnis beginnt
Die Otago Peninsula ist Dunedin direkt vor der Haustür – und sie ist eines der besten Wildlife-Ziele weltweit.
Albatrosse:
Das Royal Albatross Centre at Taiaroa Head ist der einzige Ort der Welt, an dem Königsalbatrosse auf einem Festlandsvorkommen brüten. Diese majestätischen Vögel – Flügelspannweite bis 3,1 Meter – kann man aus nächster Nähe beobachten. Buchung empfohlen.
Pinguine:
Keine Zoos, keine Gehege – nur wild lebende Pinguine, die bei Sonnenuntergang an den Strand watscheln. Zwei Arten:
- Yellow-eyed Penguin / Hoiho: Eine der seltensten Pinguinarten der Welt. Abendliche Beobachtungstouren bei Sandfly Bay oder am Penguin Place
- Blue Penguin / Kororā: Die kleinste Pinguinart der Welt. Abendliches Spektakel am Oamaru Blue Penguin Colony (auf dem Rückweg nach Christchurch)
Seehunde und Sealions:
Allein schon ein Spaziergang entlang der Peninsula-Küste führt fast garantiert zu Begegnungen mit Neuseeländischen Seelöwen und Pelzrobben.
Woche 6: Canterbury & Abschluss – Gletscherseen und Hochalpen
Aoraki / Mount Cook Nationalpark: Das Dach der Südinsel
Aoraki / Mount Cook mit seinen 3.724 Metern ist der höchste Berg Neuseelands – und seine Umgebung gehört zu den spektakulärsten Landschaften, die ich je gesehen habe. Der Nationalpark ist UNESCO-Weltkulturerbe und ein Sternengucker-Paradies (Internationales Dark Sky Reserve).
Was tun:
- Hooker Valley Track: Drei Stunden, kaum Höhenunterschied, aber epische Aussichten auf Mount Cook und den Hooker-Gletscher. Mit etwas Glück treibt Eis im Gletschersee.
- Tasman Glacier: Neuseelands längster Gletscher. Eine Bootsfahrt auf dem Gletschersee zwischen treibenden Eisbergen ist surreal schön.
- Sternenbeobachtung: In der Nacht (bei gutem Wetter) ist der Sternenhimmel über dem Mount Cook einer der klarsten auf der Erde. Die Hermitage Hotel Night Sky Tours sind hervorragend.
Lake Tekapo: Das türkise Herz der Südinsel
Lake Tekapo ist einer jener Orte, bei denen man zweimal hinschauen muss, weil man nicht glaubt, dass dieses Wasser wirklich so blau-türkis ist. Es ist Gletschermehl im Wasser, das das Licht bricht – Wissenschaft, die sich wie Magie anfühlt.
- Church of the Good Shepherd: Kleine Steinkirche direkt am See – das meistfotografierte Gebäude Neuseelands
- Mount John Observatory: Eines der besten Sternenwarten-Erlebnisse weltweit, Führungen täglich
- Lupinen im November/Dezember: Die invasiven, aber wunderschönen Lupinen blühen in Massen am Seeufer – lila, pink, weiß – vor dem türkisfarbenen Wasser ein surreales Schauspiel
Akaroa und die Banks Peninsula
Eine Stunde von Christchurch entfernt liegt die Banks Peninsula – erloschene Vulkane, tiefe Buchten und das charmante französische Städtchen Akaroa.
Ja, ein französisches Städtchen in Neuseeland. Die Franzosen versuchten 1840 die Halbinsel zu kolonisieren, wurden von den Briten knapp geschlagen, aber der gallische Charme blieb: Straßennamen auf Französisch, kleine Bäckereien, Käsereien.
Hector’s Delfine – die kleinsten und seltensten Delfine der Welt – leben in der Akaroa Harbour Bay. Dolphin-Watching-Touren mit großer Sichtungsgarantie.
Christchurch: Die wiedergeborene Stadt
Dein Roadtrip endet, wo er begann oder hätte beginnen können: Christchurch. Die Stadt, die 2011 durch ein verheerendes Erdbeben zerstört wurde, hat sich neu erfunden – und das Ergebnis ist faszinierend.
- Re:START Mall: Einkaufszentrum aus Containern – das Symbol des Wiederaufbaus
- Christchurch Botanic Gardens: 30 Hektar, kostenlos, traumhaft schön
- International Antarctic Centre: Faszinierendes Erlebnismuseum über Antarktis-Expeditionen (Christchurch ist der Ausgangspunkt vieler Antarktis-Missionen)
- Neue Straßen-Kunstszene: Der Wiederaufbau brachte eine lebendige Wandmalerei-Kultur hervor
Praktische Informationen für 6 Wochen
Campervan vs. Mietwagen
Für sechs Wochen ist ein Campervan meine klare Empfehlung:
- Vollständige Flexibilität, keine Hotelsuche
- Schlafen an den schönsten Spots
- Günstiger auf lange Sicht als Hotel + Mietwagen
- Anbieter: Jucy, Mighty Campervans, Spaceships – alle haben gute Optionen
Was du buchen musst (früh!)
- Abel Tasman Huts (4-6 Monate im Voraus)
- Milford Track (ein Jahr im Voraus – kein Witz)
- Routeburn und andere Great Walks (4-6 Monate)
- Heli-Hikes am Gletscher (1-2 Monate)
- Milford Sound Übernachtung (2-3 Monate)
Wetter & beste Reisezeit
- Dezember bis Februar: Bestes Wetter, meiste Touristen
- März/April: Herrliche Herbstfarben, weniger Touristen, noch gutes Wetter
- Oktober/November: Grün, frisch, Frühling – und Lämmer überall
Budget-Tipps
- DOC-Campingplätze (Department of Conservation): Günstig, oft an traumhaften Orten (8-15 NZD/Nacht)
- Eigene Küche: Im Campervan selbst kochen spart enorm
- Happy Hours: Restaurants bieten oft zwischen 17–18 Uhr vergünstigte Menüs an
Fazit: Sechs Wochen – und trotzdem zu kurz
Ich sage dir eins: Als ich nach sechs Wochen in Christchurch das Flugzeug bestieg, wusste ich, dass ich nicht fertig war. Die Südinsel ist kein Reiseziel, das man „fertig macht“ – sie ist zu groß, zu vielfältig, zu atemberaubend für das, was sechs Wochen bieten können.
Aber sechs Wochen sind genug, um zu verstehen, warum so viele Menschen nach Neuseeland kommen und nie wieder gehen wollen.
Diese Insel hat etwas in mir verändert. Vielleicht macht sie das auch mit dir.
Planst du deine eigene Reise zur Südinsel? Welche Etappe interessiert dich am meisten? Schreib es in die Kommentare – ich freue mich auf den Austausch!